Zum Inhalt springen

Entdecke die Insel

Maspalomas, dein Zuhause beim Pride

Dünen, die der Wind jeden Tag neu zeichnet, ein Leuchtturm, dessen Licht seit 1890 brennt, 24 Grad im Jahresmittel und das Yumbo, das jede Nacht erstrahlt. Gran Canaria ist viel mehr als sieben Tage Party: eine verletzliche Insel, die dich am herzlichsten empfängt, wenn du gut auf sie achtest.

geschützte Dünen
400 ha
der Insel gehören zum Biosphärenreservat
46 %
Risco Caído, Welterbe
2019
vom Flughafen nach Playa del Inglés
32 km

Zuerst der Süden

Vom Leuchtturm zum Yumbo

Alles, was zum Festival gehört, erreichst du zu Fuß oder mit dem Bus: die Dünen, den Strand am Kiosk 7, den Leuchtturm, das Yumbo und die Pools, an denen gefeiert wird. Fang hier an.

  • Dünen von Maspalomas
    Foto: dronepicr · CC BY 2.0

    Besonderes Naturreservat

    Dünen von Maspalomas

    Ein lebendiges Sandfeld von rund 400 Hektar zwischen Playa del Inglés und dem Leuchtturm, mit Dünen, die der Wind jeden Tag verschiebt, einem Palmenhain und einer Brackwasserlagune, an der Vögel rasten. Es ist ein Besonderes Naturreservat und die Landschaft, die du von fast jeder Dachterrasse des Festivals aus siehst. Erkunden lässt es sich auf den markierten Wegen und am Ufer; die Wanderdünen sind tabu.

  • Faro de Maspalomas
    Foto: Marc Ryckaert (MJJR) · CC BY 3.0

    Historischer Leuchtturm · Kulturdenkmal

    Faro de Maspalomas

    Ein fast 55 Meter hoher Turm aus blaugrauem Quaderstein, der seit dem 1. Februar 1890 die Südspitze Gran Canarias markiert. Entworfen hat ihn der aus Telde stammende Ingenieur Juan de León y Castillo; er ist noch immer in Betrieb, und im Haus der Leuchtturmwärter befinden sich heute ein ethnografisches Zentrum und eine Touristeninformation. Er ist das Scharnier zwischen dem Strand von Maspalomas und der Promenade von Meloneras.

  • Strandkiosk 7, „El Siete“
    Foto: Handelsgeselschaft · CC BY-SA 4.0

    LGBTIQ+-Strand · Playa de Maspalomas

    Strandkiosk 7, „El Siete“

    Der Kiosk Nummer 7 am Strand von Maspalomas ist der traditionelle Treffpunkt der LGBTIQ+-Community: eine schlichte Bar im Sand, zwischen Meer und Dünen. Das Tourismusamt der Kanaren nennt diesen Abschnitt den LGBTI-Strand schlechthin. Der Strand ist öffentlich, FKK ist hier üblich, und die einzige Regel ist die altbekannte: Respekt vor den Menschen und vor dem Reservat.

  • Yumbo Centrum
    Foto: Marek Śliwecki · CC BY-SA 4.0

    Einkaufs- und Ausgehzentrum · LGBTIQ+-Herz von Playa del Inglés

    Yumbo Centrum

    Ein offenes Einkaufszentrum auf vier Ebenen mit Innenhöfen, Terrassen und einer großen zentralen Plaza, eröffnet im Oktober 1982 zwischen der Avenida de Tirajana und der Avenida de España. Tagsüber Läden, Cafés und Familienurlauber; nachts Bars, Cabarets und Clubs, die es zum LGBTIQ+-Epizentrum Gran Canarias machen. Hier finden die Galas des Maspalomas Pride statt, und hier endet die Parade.

  • Playa del Inglés
    Foto: Wouter Hagens · Public domain

    Ortsstrand · 2,7 km goldener Sand

    Playa del Inglés

    Fast drei Kilometer goldener Sand und ruhiges Wasser, die am Fuß des Urlaubsorts beginnen und Richtung Punta de Maspalomas, wo die Dünen anfangen, immer offener und wilder werden. Oberhalb verläuft der Paseo Costa Canaria, fünf Kilometer zwischen San Agustín und dem Mirador de las Dunas. Es ist der Strand der Festivalhotels und der Startpunkt der Parade.

  • Playa de Maspalomas
    Foto: dronepicr · CC BY 2.0

    Naturstrand · 2,7 km zwischen Leuchtturm und Punta

    Playa de Maspalomas

    Vom Leuchtturm bis zur Punta de Maspalomas: 2,7 Kilometer goldener Sand mit den Dünen im Rücken und gleich hinter dem Ufer die Charca, eine Brackwasserlagune, die das wichtigste Feuchtgebiet Gran Canarias und ein Rastplatz für Zugvögel ist. Ein weiter, offener Strand mit nummerierten Kiosken, einem FKK-Abschnitt und dem Kiosk 7 als LGBTIQ+-Treffpunkt.

  • Meloneras
    Foto: Marc Ryckaert (MJJR) · CC BY 3.0

    Strandpromenade und Hotels · westlich des Leuchtturms

    Meloneras

    Westlich des Leuchtturms schlägt die Küste einen anderen Ton an: eine breite, ebene Strandpromenade, die bis zu einer kleinen Sandbucht führt, mit Terrassen, Läden und den großen Hotels von Meloneras auf der einen und dem Atlantik auf der anderen Seite. Auf halbem Weg liegt, fast unangekündigt, eine mehr als tausend Jahre alte Siedlung der Altkanarier: Punta Mujeres. Die richtige Gegend für ein ruhiges Abendessen und den Sonnenuntergang.

Stolz seit 2001

Der Süden, der seine Türen öffnete

Maspalomas und Playa del Inglés gehörten zu den ersten Reisezielen Spaniens, die sich dem LGBTI-Tourismus öffneten. Heute eröffnet der Pride jedes Jahr im Mai die europäische Pride-Saison.

Nachts: das Yumbo

Es öffnete im Oktober 1982 und vereint heute mehr als 200 Läden und Lokale auf vier Ebenen rund um eine offene Plaza. Tagsüber ist es ein Einkaufszentrum, nachts gehört es den Szenebars, Cabarets und Clubs. Während des Pride wird seine Plaza, die Plaza de la Diversidad, zum Pride Park: jeden Abend kostenlose Galas vor der Hauptbühne.

Weiterlesen

Tagsüber: der Kiosk 7

Die Vormittage gehören dem Strand. Unter wehender Regenbogenflagge ist der Abschnitt am Kiosk 7, zwischen Meer und Dünen, seit Jahrzehnten der Treffpunkt der Community. Der Strand ist öffentlich, und auf diesem Abschnitt ist FKK üblich; wie immer gilt: Respekt. Die Dünen dahinter sind ein Naturreservat: Genieße sie vom Weg und vom Ufer aus.

Weiterlesen
Party und Protest

Party und Protest

Der Maspalomas Pride entstand 2001 und ist bis heute beides. Am Samstag zieht die Parade mit Festwagen, Transparenten und Flaggen aus aller Welt durch die Avenidas von Playa del Inglés bis zum Yumbo: Sie begann als Protest, und das ist sie geblieben.

Zur Parade
Markierter Weg durch die Dünen zum Meer
Foto: Wouter Hagens · Public domain

Verantwortungsvoll reisen

Dein Blick, die einzige Spur

Mit diesem Motto schützt das Cabildo de Gran Canaria, die Inselregierung, die Dünen von Maspalomas – ein Leitsatz, der für die ganze Insel gilt. Sieben Gesten, mit denen du gut auf sie achtest:

  1. Geh nur auf den markierten Wegen und am Ufer entlang: Die Wanderdünen sind tabu, und im Reservat zu verweilen ist verboten.
  2. Bau keine Steinwälle als Windschutz und keine Steinmännchen, und nimm weder Sand noch Steine noch Muscheln mit: Die Natur ist kein Souvenir.
  3. Reiß keine Pflanzen aus und füttere keine Tiere. Der Balancón, der Strauch, der die Dünen festhält, ist die Schlüsselpflanze des ganzen Systems.
  4. Nimm deinen Müll wieder mit: Der Wind trägt ihn direkt ins Reservat.
  5. Spare Wasser: Auf den Kanaren kommt es fast nur aus Entsalzungsanlagen, und das kostet viel Energie.
  6. Bade bei grüner Flagge, niemals bei roter. Wenn dich eine Strömung mitreißt, schwimm nicht dagegen an: Lass dich treiben, schwimm parallel zum Ufer und heb einen Arm, damit dich die Rettungsschwimmer sehen. Siehst du jemanden in Not, sag den Rettungsschwimmern Bescheid oder ruf die 112.
  7. Dreh die Musik in der Natur leiser und respektiere die Ruhe der Anwohner: Hier leben auch Menschen.

In den Dünen sind Umweltberater und Aufsichtspersonal unterwegs; Verstöße kosten ab 150 Euro Bußgeld.

Lokale Wirtschaft

Zuerst das, was von hier kommt

Der Tourismus macht fast 38 % der kanarischen Wirtschaft aus. Jeder Euro, den du in einer Bar, einem Laden oder auf einem Markt der Insel ausgibst, bleibt auf der Insel: Setz auf regionale Produkte und lokale Betriebe.

  • Papas arrugadas mit Mojo

    Kartoffeln, mit Schale in stark gesalzenem Wasser gekocht, dazu Mojo-Soße, rot oder grün.

  • Flor-de-Guía-Käse

    Der einzige kanarische Käse, der mit Distelblüten dickgelegt wird; die Blüten werden im April und Mai gesammelt. Geschützte Ursprungsbezeichnung.

  • Gofio

    Mehl aus geröstetem Getreide; auf Gran Canaria seit dem 16. Jahrhundert aus Mais. Geschützte geografische Angabe.

  • Wein der D.O. Gran Canaria

    Weinberge zwischen 200 und 1.300 Metern, von der Küste bis in die Gipfelregion.

  • Rum aus Arucas

    Wird seit 1884 in Arucas im Norden der Insel gebrannt.

  • Bienmesabe

    Die Mandelcreme der Gipfelregion, die man mit Tejeda verbindet.

Straßenmarkt von San Fernando (Maspalomas): mittwochs und samstags am Mercado Municipal. Bauernmarkt von San Fernando: jeden zweiten Sonntag von 8:00 bis 13:30 Uhr, mit Käse, Honig, Brot und Obst von der Insel; prüfe vor dem Besuch, wo er stattfindet.

Die ganze Insel

Ein Kontinent im Miniaturformat

So nennt man Gran Canaria: In einer Stunde kommst du von der Dünenwüste in die Kiefernwälder der Gipfelregion. Für deine freien Tage: drei Routen und sechs Orte.

  1. Der Goldene Süden

    Dünen, ein Leuchtturm und ein Postkartenhafen an der Sonnenküste

    Die einfachste Route vom Festival aus: Sie beginnt in den Dünen von Maspalomas, führt am Leuchtturm und an der Promenade von Meloneras vorbei und endet in Puerto de Mogán mit seinen Kanälen und seinem frischen Fisch. Ein halber Tag mit dem Auto über die GC-1 Richtung Westen oder ein entspannter Tag mit dem Bus: Die Global-Linien 1 und 32 starten am Busbahnhof Faro de Maspalomas und fahren die Küste entlang.

    Dünen von MaspalomasFaro de MaspalomasMelonerasPuerto de Mogán

  2. Die wilde Insel

    Vom Roque Nublo zu den Klippen von Agaete: die vertikale Insel

    Ein ganzer Tag mit dem Auto, und nur mit dem Auto: Von Maspalomas geht es durch die Fataga-Schlucht hinauf in die Gipfelregion, zu Fuß weiter zum Roque Nublo und dann hinunter nach Nordwesten bis Agaete und Puerto de las Nieves, wo der Tag mit einem Bad in den Naturpools und frischem Fisch endet. Auf den kurvigen Bergstraßen kommt man nur langsam voran: Fahr früh los, reserviere den Weg zum Roque Nublo und kehre über die Nordküste und die GC-1 zurück.

    Roque NubloAgaete und Puerto de las Nieves

  3. Kultur & Stadt

    Die Hauptstadt, ihr Strand und das Städtchen der Inselpatronin

    Las Palmas de Gran Canaria an einem Tag: vormittags Vegueta, nachmittags Las Canteras; und wenn du einen zweiten Tag hast oder es ein Sonntag ist, Teror, rund 20 km von der Hauptstadt entfernt. Diese Route funktioniert am besten mit dem Bus: Die Global-Linie 30 verbindet Faro de Maspalomas und Playa del Inglés mit der Stadt, und die 216 fährt von San Telmo hinauf nach Teror.

    VeguetaPlaya de Las CanterasTeror

  • Roque Nublo
    Foto: Basotxerri · CC BY-SA 4.0

    Naturdenkmal

    Roque Nublo

    Im geografischen Zentrum Gran Canarias, auf über 1.800 Metern, erhebt sich ein rund 80 Meter hoher vulkanischer Monolith auf einem Felsplateau. Der Roque Nublo ist das Wahrzeichen der Insel und der unvergesslichste kurze Ausflug, den du von der Küste aus machen kannst: Kiefernwald, Steinstufen und an klaren Tagen der Teide am Horizont.

  • Playa de Las Canteras
    Foto: Nicolas Vigier · CC0

    Stadtstrand

    Playa de Las Canteras

    Mit Las Canteras hat Las Palmas de Gran Canaria mitten in der Stadt einen über drei Kilometer langen Strand, geschützt von La Barra, einem Riff, das die halbe Bucht in einen Naturpool verwandelt. Eine Fußgängerpromenade begleitet ihn auf ganzer Länge, von den Fischern in La Puntilla bis zu den Wellen von La Cícer, und endet am Auditorio Alfredo Kraus.

  • Puerto de Mogán
    Foto: Marc Ryckaert (MJJR) · CC BY 3.0

    Fischerdorf

    Puerto de Mogán

    An der Südwestküste der Insel hütet Mogán seinen meistfotografierten Hafen: blitzsaubere Häuser voller Bougainvilleen, Meerwasserkanäle, über die kleine Brücken führen, ein Jachthafen, in dem Fischerboote neben Segelbooten liegen, und ein kleiner, ruhiger Strand. Die offizielle Tourismus-Website nennt ihn „das kleine Venedig der Kanaren“; er ist auch der perfekte Vorwand für ein langes Mittagessen mit frischem Fisch.

  • Vegueta
    Foto: Gerda Arendt · CC BY-SA 4.0

    Gründungsviertel

    Vegueta

    Las Palmas de Gran Canaria wurde hier am 24. Juni 1478 geboren, als Juan Rejón das Lager Real de Las Palmas an der Guiniguada-Schlucht aufschlug. Vegueta bewahrt diese Erinnerung: gepflasterte Gassen, Herrenhäuser mit kanarischen Balkonen, die Kathedrale Santa Ana mit ihrem von eisernen Hunden bewachten Platz, die Casa de Colón und eine Markthalle, in der seit 1858 verkauft wird.

  • Agaete und Puerto de las Nieves
    Foto: Bengt Nyman from Vaxholm, Sweden · CC BY 2.0

    Städtchen und Hafen im Nordwesten

    Agaete und Puerto de las Nieves

    In der Nordwestecke der Insel verteilt Agaete seinen Charme auf ein Städtchen am Fuß eines grünen Tals und einen Fischerhafen, Puerto de las Nieves, der sich unter die Klippen von Tamadaba schmiegt. Es gibt Naturpools, Fischrestaurants an einem Kieselstrand, den Kaffee aus dem Tal, den letzten, der auf den Kanaren angebaut wird, und die Schnellfähre, die in rund 80 Minuten nach Teneriffa übersetzt.

  • Teror
    Foto: Gerda Arendt · CC BY-SA 4.0

    Wallfahrtsort der Inselpatronin

    Teror

    Auf 543 Metern im Hügelland des Nordens ist Teror das religiöse Herz Gran Canarias: Hier stehen die Basilika der Inselpatronin Nuestra Señora del Pino und die Calle Real de la Plaza, eine Zeile stattlicher Häuser mit kanarischen Balkonen, die ältesten aus Kienholz. Sonntags füllt sich die Altstadt mit einem zwei Jahrhunderte alten Markt: Chorizo, süße Blutwurst, Käse und Brot.

Unterwegs

Komm ohne Auto

Der Flughafen liegt 32 Kilometer von Playa del Inglés entfernt, rund 30 Minuten Fahrt, und die Guaguas (Busse) von Global bedienen die ganze Insel.

  • 66Flughafen – Playa del Inglés – Faro de MaspalomasDirekt, stündlich.
  • 30 · 50Faro de Maspalomas – Las Palmas de Gran CanariaDirekt in die Hauptstadt.
  • 5Las Palmas – Playa del Inglés – Faro de MaspalomasAuch nachts.
  • 18Faro de Maspalomas – Tejeda, über die BergeZum Roque Nublo.

Zwischen den Veranstaltungsorten in Playa del Inglés und dem Yumbo gehst du zu Fuß; zum Ocean Club, ins Oasis oder in die Berge nimmst du Bus oder Taxi. Prüfe die Fahrpläne auf der Website von Global, bevor du losfährst.

Deine Woche beginnt hier

Sieben Tage Sonne, Dünen und Party – und eine Insel, die dich mit offenen Armen erwartet.

Bildnachweise
Quellen